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Herrsching ist 1.
Fairtrade-Gemeinde in Bayern |
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| Herrsching hat es geschafft: Als erste Gemeinde in Oberbayern hat sie
alle Kriterien der internationalen Kampagne Fairtrade-Towns erfüllt und ist seit dem 16. Juni 2010 offiziell als Fairtrade-Gemeinde anerkannt. Damit gehört die Ammersee-Gemeinde zu über 800 Städten und Gemeinden weltweit, die diesen Titel tragen – darunter London, Rom, Brüssel und San Francisco. |
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Erster Bürgermeister Christian Schiller nahm die Auszeichnung für die Gemeinde Herrsching von Kathrin Bremer, Kampagnenleiterin Fairtrade-Towns, entgegen. Er zeigte sich hocherfreut über das breite Engagement in Herrsching, unter anderem getragen vom Arbeitskreis Lebensstile/Eine Welt der lokalen Agenda 21 und der Indienhilfe e.V. Herrsching mit dem Weltladen. Auch öffentliche Einrichtungen und Vereine wie die Christian-Morgenstern-Volksschule, die Kath. Pfarrgemeinde St. Nikolaus, die Ev.-luth. Kirchengemeinde, die AWA-Ammersee gkU und das Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil des Bund Naturschutz sind dabei. Für Schiller ist es klar, dass es für eine zukunftsfähige Entwicklung faire Arbeitsbedingungen braucht – und zwar weltweit. Auch ausbeuterischer Kinderarbeit müsse ein Riegel vorgeschoben werden. Dazu würde diese Kampagne beitragen. Kampagnenleiterin Kathrin Bremer lobte den beispielhaften Einsatz Herrschings für globale Gerechtigkeit und nannte beispielsweise den einstimmigen Gemeinderatsbeschluss aus dem Jahr 2005, in der kommunalen Beschaffung keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu kaufen. Besonders betonte sie, dass Herrsching die geforderten Kriterien zur Fairtrade-Gemeinde weit übererfüllt hat: neun statt der notwendigen vier Einzelhandelsgeschäfte, darunter die Bio-Welt, Tengelmann und der Weltladen, und drei statt der notwendigen zwei Gastronomie-Betriebe, darunter die Bar im Kino Breitwand, die Cafeteria bei Steierl Pharma und das Aroma Kaffeekultur Cafe, bieten fair gehandelte Produkte an. |
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Indienhilfe-Mitarbeiterin Sabine Dlugosch, die die Steuerungsgruppe Fairtrade-Gemeinde Herrsching koordiniert, dankte dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit seit vielen Jahren. Sie betonte, dass für die Steuerungsgruppe die Arbeit noch lange nicht vorbei sei, sondern dass jetzt noch mehr Betriebe und Bürger für den Fairen Handel zu gewinnen seien. Denn im Vergleich zu anderen Ländern liegt Deutschland mit jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben von 2,58 Euro für fair gehandelte Produkte deutlich hinter Ländern wie England mit 18,06 Euro und der Schweiz mit 23,22 Euro. Daher ist als nächstes die Erstellung eines Einkaufsführers „Fairer Handel in Herrsching“ und die Entwicklung eines fair gehandelten „Herrsching Kaffees“ geplant. |
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| Der Sprecher des
Arbeitskreises Lebensstile / Eine Welt zur Umsetzung der Lokalen Agenda 21,
Martin Hirte, führte gekonnt durch die Feierlichkeiten. Eröffnet wurde die
Veranstaltung vom Chor der 5. Klassen der Christian-Morgenstern-Volksschule,
der die knapp 100 Gäste mit zwei Liedern willkommen hieß. Im Anschluss an die
Überreichung der Urkunde konnten die Gäste bei einem fairen-bio-regionalen Frühstück
die Titelverleihung feiern und sich von der Qualität der fairen Produkte überzeugen. |
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