Integrated Development Project Midnapur Notfall-Hilfe nach Überschwemmungen Häuser,
Kleidung, Saatgut, Tiere – alles haben die Adivasi im
Projektgebiet von IDP Midnapur bei den heftigen Überschwemmungen
Anfang Juli verloren. Ursachen der Flut waren die heftigen über
20 Stunden anhaltenden Regenfälle sowie die unangekündigte
Öffnung eines Staudammes. Die durch die illegale Abholzung entlang
der Ufer verursachte Erosion zerstörte den natürlichen
Schutzwall durch alte und tief verwurzelte Bäume. Von Jahr zu Jahr
nehmen die Überschwemmungen zu, die den Menschen ihr weniges Hab
und Gut rauben – ein 62-jähriger Mann erzählt, er habe
sein Haus innerhalb von zwei Jahren dreimal neu aufbauen müssen.
Die Mitarbeiter des IDP Projekts konnten mit Unterstützung des
„Catholic Relief Service“ sehr schnell Nothilfe für
die betroffenen Menschen organisieren. Doch für die
zukünftige Projektarbeit werden Fragen von Katastrophenschutz und
Prävention eine zunehmende Rolle spielen. Neben Aufforstung und
Naturschutz ist die Einführung von Häusern mit beweglichen
Elementen geplant. Regierung finanziert Tuberkulose-Projekt Die indische
Regierung hat eine Vereinbarung mit der Katholischen Bischofskonferenz
Indiens getroffen, über kirchliche Infrastruktur
Tuberkulose-Bekämpfung durchzuführen. Im Midnapur-Distrikt
wurde das IDP-Projekt ausgewählt, die Maßnahmen in den
abgelegenen Dörfern durchzuführen. Die bestehenden
Nachhilfezentren und Basis-Gesundheitsstationen werden die
Anlaufstellen für die Verteilung der Medikamente sein. Bis auf das
Personal, das von der Indienhilfe finanziert wird, werden alle
nötigen Mittel von der Regierung zur Verfügung gestellt
– ein gutes Beispiel, wie unsere Projekte die Regierungsprogramme
ergänzen! Für
die Verbesserung der Lebensbedingungen von 5.500 Adivasi-Familien in 77
Dörfern haben wir 08/09 gut 52.500 Euro bewilligt, von denen uns
noch 49.000 Euro fehlen. Spenden unter dem Stichwort „IDP Midnapur“
EVS bekämpft Malaria-Epidemie mit Heilpflanzen der Ureinwohner In Folge der dramatischen Überschwemmungen (s.o.) im Midnapur-Distrikt brach in den Dörfern unseres Partners EVS
eine Epidemie maligner Malaria aus. Mehrere Kinder aus den
Nachhilfezentren mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden, ein
40-jähriger Familienvater starb. Unermüdlich waren die
Mitarbeiter im Einsatz, um die Menschen über einfache
Schutzmaßnahmen zu informieren und Mücken-Repellents aus
lokalen Heilpflanzen zu verteilen. Für die 100 ärmsten
Familien finanzierte die Indienhilfe Familien-Moskitonetze aus dem
Notfallfonds. Spenden unter Stichwort „Notfallfonds“ Koordinatorin von Lake Gardens besucht Herrschinger Büro Im Mai besuchte Pallabi Sengupta, die Koordinatorin des Mädchen- und Frauen-Zentrum Lake Gardens,
das Indienhilfe-Büro in Herrsching. Anschaulich berichtete sie
über Erfolge der jahrelangen Arbeit in den Slums in Kalkuttas
Mittelschichts-Viertel Lake Gardens: mit Unterstützung der
Mitarbeiterinnen erstattete eine Gruppe Nachhilfe-Schülerinnen
des Lake Gardens Zentrums Anzeige gegen einen Mann, der sie auf dem
Schulweg sexuell belästigte. Trotz Drohungen und
Bestechungsversuchen der Angehörigen des Täters wurde die
Anzeige verfolgt und der Gerichtstermin findet demnächst statt.
Die Indienhilfe unterstützt die beiden Kinderkrippen für 50 Slum-Kinder, deren Mütter in den umliegenden Haushalten arbeiten, sowie das Open School Programm für 10 junge Frauen, die ihren Schulabschluss nachholen. Gut 13.000 Euro wurden 08/09 bewilligt, von denen uns noch 5.800 Euro fehlen! Spenden unter dem Stichwort „Lake Gardens“ Pogrome gegen Christen in Orissa Zu
gewalttätigen Ausschreitungen gegen Christen kam es in Orissa nach
dem Mord an einem hindu-nationalistischen Guru (Details siehe
Homepage). Auch unsere von einem Christen geleitete Partner-NGO SHED
war betroffen: beim Angriff eines Hindu-Mobs wurden zwei
Motorräder verbrannt, Menschen kamen zum Glück nicht zu
Schaden. Doch die Situation bleibt angespannt und es ist fraglich, ob
unser Vorstand Udo Kirkamp seinen Projektbesuch im Oktober wie geplant
durchführen kann. Seit vielen Jahren unterstützt die
Indienhilfe SHED, um die elenden Lebensbedingungen der Adivasi,
insbesondere der Kinder, in 83 z.T. sehr abgelegenen Bergdörfern
sowie 6 Slums in der Distrikthauptstadt Rayagada zu verbessern. Mit
einem 08/09 bewilligten Budget von knapp 50.000 Euro gehört SHED
zu unseren größten Partnern. 31.500 Euro fehlen noch und SHED wartet dringend auf unsere nächste Überweisung, um die Gehälter zahlen zu können. Spenden unter dem Stichwort „SHED - Orissa“ SEVA: Neue Leiterin der Förderkindergärten (SVKs) Seit Anfang
August ist Mousumi Brahma aus Chatra, Herrschings Partnergemeinde,
für die Leitung der 14 Förderkindergärten (SVKs) von
Vikas Kendra zuständig. Ziel der Förderkindergärten ist
es, 3- bis 6-jährige Kinder aus armen Familien, meist aus den
untersten Kasten, in ihrer kindlichen Entwicklung zu fördern und
auf die Einschulung vorzubereiten. Die neue Leiterin wird sich neben
der Planung und Überwachung des ordnungsgemäßen
Betriebs der SVKs, der regelmäßigen Fortbildung der
Erzieherinnen sowie der Erstellung von Projektberichten und
–abrechnungen zusätzlich um die Einrichtung eines neuen
Förderkindergartens mit Krippenplätzen in dem abgelegenen
Weiler Farmania kümmern, wo die Menschen in extremster Armut
leben. Etwa 8.800 Euro fehlen uns noch für die SVKs. Bitte spenden Sie unter dem Stichwort „SVK“ Öko-Clubs: 2 Partnerschulen beteiligen sich am Schulgarten-Projekt „Unser
selbstangebautes Gemüse schmeckt viel besser als das, das unsere
Väter vom Markt mitbringen!“ berichten die am
Schulgarten-Projekt unseres Partners Service Center
beteiligten SchülerInnen stolz. Auch an zwei Partnerschulen der
Indienhilfe wurden im Rahmen der von uns geförderten
Öko-Clubs Schulgärten angelegt. Dabei erwerben die
Schüler durch eigene Beobachtung und Erfahrung Wissen über
ökologische Zusammenhänge, das über die Lektüre von
Schulbüchern weit hinausgeht. Gleichzeitig erlernen sie eine
wertvolle Überlebenstechnik, die ihnen ihr ganzes Leben hilfreich
sein wird. Auch die Achtung vor der Natur erhält für die
Schüler/innen durch ihren eigenen Einsatz einen höheren
Stellenwert. Die Indienhilfe hat 08/09 gut 8.000 Euro für das
Öko-Club-Projekt bewilligt, ca. 5.000 Euro fehlen noch.Spenden unter dem Stichwort „ENRE“ Swanirvar: Englisch-Fortbildung für Grundschullehrer geplant Die
Einführung des Englisch-Unterrichts in den staatlichen
Grundschulen gestaltet sich vor allem in den ländlichen Gebieten
schwierig, weil die meisten Lehrer dort selbst nur wenige Wörter
und einfache Sätze beherrschen. Ende August trafen sich unter
Leitung von Sujit Sinha Entwickler alternativer Lehrmethoden in unserer
Modell-Slumschule Shikshamitra, um eine zweijährige
Englisch-Unterricht-Fortbildung für staatliche Grundschullehrer zu
entwickeln. Neben der sprachlichen Kompetenz sollen die Lehrer auch
neue Unterrichtsmethoden an die Hand bekommen. Einige Schulen haben
bereits Interesse signalisiert. Damit kommt Swanirvar seinem Ziel, den
staatlichen Unterricht qualitativ zu verbessern, einen großen
Schritt näher. Für die Arbeit von Swanirvar haben wir 08/09
gut 33.000 Euro bewilligt, 17.500 Euro fehlen uns noch! Spenden unter dem Stichwort „Swanirvar“ Indienhilfe Kolkata Team plant Spendenaktion für Aktivitäten gegen Kinderarbeit Um die Aktivitäten des von der Indienhilfe initiierten Netzwerks gegen Kinderarbeit (WBNACL)
zu unterstützen, planen unsere Kollegen im IH Kolkata Büro,
Spendenaktionen in der indischen Mittel- und Oberschicht. Das Netzwerk,
dem alle Partner der Indienhilfe angehören, hat es sich zum Ziel
gesetzt, in der Öffentlichkeit Bewusstsein für die
Problematik der Kinderarbeit zu schaffen und einen Beitrag zu deren
Abschaffung zu leisten. Als nächstes ist geplant, während der
Durga-Puja-Feierlichkeiten einen Preis für Restaurant- und
Ladenbesitzer auszuschreiben, die keine Kinderarbeiter
beschäftigen, und damit eine Informationskampagne zu
verknüpfen. Bis das Netzwerk allerdings vollständig aus
indischen Mitteln finanziert werden kann, wird es noch einige Zeit
dauern. Daher hat die Indienhilfe für 2008/09 gut 5.200 Euro
bewilligt, von denen uns noch 4.000 Euro fehlen. Spenden unter dem Stichwort „WBNACL“
Spendenkonten der Indienhilfe:
Konto Projekte in Indien
430 377 663
Konto Bildungsarbeit in Deutschland
430 370 411
bei Kreissparkasse München-Starnberg, BLZ 702 501 50