Ich mache deine Kleidung! Die starken Frauen aus Süd Ost Asien

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In neun Portraits wurden Daliya Shikdur, Mim Salma Akter, Tania Akter, Shahnaz Akter und Nurun Nahar aus Bangladesch sowie Kun Hon, Chung Srey Sros, Thy Phalla und Kat Mea aus Kambodscha vorgestellt. Die miserablen Arbeitsbedingungen von permanentem Zwang zu Überstunden, zu wenig Lohn, Schwierigkeiten bei Gewerkschaftszugehörigkeit haben diese Frauen positiv beeinflusst. Daliya Shikdur, 20 Jahre, gründete eine eigene Betriebsgewerkschaft. Nurun Nahar schaffte es zur Vizepräsidentin der großen Gewerkschaft NGWF (National Garment Workers Federation). Thy Phalla kam durch ein Seminar der ILO (International Labour Organization) zur Gewerkschaftsarbeit und ist heute Ansprechpartnerin für Sicherheit und Gesundheit in ihrem Betrieb. Tania Akter sorgt für Brandschutz in ihrer Textilfirma. Sie alle helfen mit, dass weitere Kolleginnen Mitglieder einer Gewerkschaft werden und keine mehr grundlos entlassen wird.

Bei der Veranstaltung zur Eröffnung der Ausstellung. Bild: IH

Die Ausstellung fand vom 13. – 30. Juli 2016 statt und wurde gut angenommen. Ca. 150 Besucherinnen und Besucher fanden den Weg in die Luitpoldstr. 20, darunter mehrere  Schulgruppen. Die Resonanz war durchweg positiv.

Zur Eröffnung sprach Elke Klemenz von FARCAP      Faire Mode gGMBH aus Fürth über ein Textilprojekt in Indien „AZADI – Mode durch Mädchenpower – Freiheit statt Kinderhandel“. Sie führte aus, wie es möglich ist, junge Leute aus Zwangsarbeit zu befreien und ihnen eine zukunftsweisende Perspektive und erfüllende Arbeit zu geben.

Die Ausstellung war ausgeliehen von FEMNET e.V. und gefördert aus Mitteln von Mission EineWelt der Evang. Kirche in Bayern, des Kath. Fonds und der Gemeinde Herrsching.